Schleuse Brunsbüttel Verlängerung Mole 2

Der Neubau der 5. Schleusenkammer der NOK-Schleuse in Brunsbüttel macht eine Umgestaltung des Vorhafens und der Richtfeuerlinie erforderlich: Das Molenbauwerk wird um circa 50 m verlängert und das Richtfeuer am Molenkopf in die Elbe verschoben. Dazu muss der vorhandene Molenkopf abgebrochen werden.

Am bestehenden Molenkörper entsteht eine neue rund 75 m lange Molenwand inklusive Molenkopf. Den Auftrag für die Durchführung der Baumaßnahme erhielt F + Z auf ein Nebenangebot. Darin ist die Ausführungsplanung durch das Technische Büro von Bilfinger enthalten.

Zur Sicherung des bestehenden Molenkörpers wird eine Querschottwand als kombinierte Spundwand in den Bestand eingebracht. Das historische Molenbauwerk besteht aus einer Holzpfahlgründung mit einer Füllung aus Faschinen und Steinschüttungen. Um einen lagegerechten Einbau der kombinierten Spundwand zu gewährleisten, werden in der Spundwandtrasse Lockerungsbohrungen ausgeführt. Die Verankerung der Schottwand erfolgt mit 63,5 mm dicken Gewi-Bohrverpresspfählen.

Damit die eigentliche Molenwand der hohen Wellen-Beanspruchung standhält, entsteht sie als gemischte Rohrwand aus 1.420 mm dicken Tragrohren mit Zwischenbohlen (AZ 26-700). Die Verankerung wird mit gerammten Stahlpfählen durchgeführt. Diese sind im oberen, frei im Wasser stehenden Teil aus 711 mm starken Rohren zusammengesetzt sowie im Verankerungsbereich aus Stahlträgerprofilen (PSt 600). Die einzelnen Pfähle sind bis zu 64 m lang.

Der Molenkopf besteht aus einer Kreiszelle mit einem Durchmesser von rund 13 m, die als gemischte Rohrwand ausgeführt wird. Die Rohre der Kreiszelle werden über einen Stahlbetonring im Kopf verbunden und stellen den Schutz der separaten Leuchtfeuergründung sicher. Die Gründung des Leuchtfeuers erfolgt über einen Pfahlbock aus drei Stahlrohren mit 914 mm Durchmesser. Diese wird dabei in einer Pfahlkopfplatte aus Stahlbeton zusammengeführt.

Aufgrund der exponierten Lage im Einfahrtsbereich der großen Seeschleusen werden um das Molenbauwerk herum Dalbenpfähle angeordnet. Die Durchmesser der Anfahrtsdalben von 1.220 und 1.620 mm ergeben sich je nach Lage und aufnehmbarer Anlege-Energie.

Die Lage der Baustelle an der Elbmündung erfordert den Einsatz von großem schwimmenden Gerät. Für die Aufgaben, die zwingend von einer festen Plattform auszuführen sind, eignet sich die F + Z - eigene Hubinsel „Annegret“ am besten.

Bausumme: 5,44 Mio. €
Stadt / Ort: Brunsbüttel