Bilfinger BergerHochwasserschutz

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Hamburg Messberg

Freie und Hansestadt Hamburg,
Amt für Wasserwirtschaft 1994-1996
Volumen: 4,9 Mio. €

Als Bestandteil einer umfangreichen Erneuerung des Hochwasserschutzes für die Hansestadt Hamburg baute F+Z von September 1994 bis September 1996 den neuen Hochwasserschutz Messberg in Hamburg.

Diese HWS-Maßnahme am Zollkanal im Bereich des Messbergs ersetzte den letzten grünen Deich in Hamburg, der bis dahin die "Achillesferse" im Hochwasserschutz für die Innenstadt war. Das Bauvorhaben wurde in den Abschnitten Ost und West getrennt vergeben. Sowohl für Messberg-Ost, als auch für Messberg-West wurde der Zuschlag auf Basis eines Nebenangebotes erteilt, welches durch intelligentes Engineering, moderne Gerätekonzeption und nicht zuletzt durch angestammtes Know-How auf die schwierigen Rahmenbedingungen einging. Der Leistungskatalog beinhaltete die unbedingte Einhaltung der vorgegebenen Lärmemissions-Grenzwerte, ein erschütterungsarmes, flexibles Einbringen der Gründungselemente sowie die Schaffung eines Freiraumes im Hinterland für eine später mögliche Bebauung. Unter Berücksichtigung dieser besonderen Rahmenbedingungen mussten 220 lfdm Spundwandkaje mit den Merkmalen eines modernen Hochwasserschutzes vor den vorhandenen, holzpfahlgegründeten Uferwänden erstellt werden. Die neue Konstruktion sah die Errichtung einer schrägpfahlver- ankerten Spundwandkaje mit einem aufgehenden, winkelförmigen Stahlbetonüberbau vor. Dieser Überbau stützt sich wasserseitig auf der Spundwand und landseitig auf Rohrpfählen auf.

Die neue Konstruktion musste den gesamten Geländesprung aufnehmen und für die entsprechenden Lastpfähle aus Sunk und Hochwasser bemessen sein. Die besonderen Schwierigkeiten dieses Bauvorhabens waren das Durchrammen der vorhandenen Holzpfahlgründung der alten Ufermauern mit einem schweren Stahlpfahl (HP 400/122; Neigung 1:1) und der Rohrverpress-Zugpfähle (89/20; Neigung 1:1) im Nahbereich des vorhandenen U-Bahn-Tunnels. Wegen der geringen lichten Höhe musste F+Z unter der Brücke Wandrahmsteg die 15m lange Spundwand in mehreren Teil-Schüssen einbringen. Wasserseitig wurde die Stahlbetonwinkelstützwand mit einer aufwändigen Mauerwerksverblendung versehen und mit einer Granitabdeckung auf der Brüstung dem architektonischen Umfeld angeglichen. Hier galt es, die HWS-Maßnahme harmonisch in das historisch gewachsene Umfeld im Herzen der Hansestadt einzufügen. Sowohl die statischen Berechnungen, wie auch die anschließende Bauausführung lassen eine spätere Erhöhung der HWS-Wand auf +8,60m NN problemlos zu. Die Tragfähigkeit der Gründungselemente wurde aufwändig mit mehreren statischen und dynamischen Probebelastungen nachgewiesen.

Es spricht sicherlich für sich, wenn der Hamburger Hochwasserschutz - von den Hamburger Landungsbrücken über den Zollkanal nun auch im Bereich Messberg - ein weiteres Mal in die Hände von F+Z gegeben wurde.

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