BilfingerIngenieurbau

Neubau Silozellen

Neubau Silozellen

Neubau Silozellen
Silo P. Kruse 1995-1996
Volumen: 2,8 Mio. €

Silo P. Kruse ist ein Dienstleistungsbetrieb, der Getreide und Futtermittel vertreibt. Die Ein- bzw. Auslagerung dieser Materialien erfolgt über LKW-, Bahn- und hauptsächlich über Schiffsumschlag. Zur Erweiterung der stark ausgelasteten Lagerkapazitäten wurden drei zusammenhängende Silozellen mit einem Durchmesser von 16,0 m und einer Gebäudehöhe von 44,60 m benötigt.
Aufgrund der langjährigen erfolgreichen Bautätigkeit für dieses Unternehmen wurde F+Z bereits in der Planungsphase für dieses nicht ganz alltägliche Bauvorhaben integriert.

Durch den hohen Bebauungsgrad des Geländes wurde der neue Silo im Böschungsbereich zwischen HWS-Wand/Pier und vorhandenem Silo sowie den ebenfalls vorhandenen Gleis- und Transportbändern konzipiert.

Dieser Bereich war auch im Bauzustand der normalen Elb-Tide ausgesetzt. Infolge der vorhandenen Randbebauungen mit der empfindlichen Mess- und Regeltechnik einschließlich des hohen Bebauungsgrades zur Wasserseite musste eine erschütterungsfreie hochtragfähige Gründung hergestellt werden, um Schäden an der vorhandenen Bausubstanz zu vermeiden; also genau die richtige Herausforderung für F+Z.

Es kam eine Gründung mit Teilverdrängungsbohrpfählen mit einem Durchmesser von 60cm und einer Länge von 18,0 m sowie einer statisch nachgewiesenen Tragfähigkeit für Bauwerkslast bis zu 2.100 KN zur Ausführung.

Das Einbringen erfolgte von zwei hintereinander zu installierenden Bohrebenen vom Niveau +2,00 m NN und +4,50 m NN aus. Dabei galt es, die vorhandene HWS-Konstruktion nicht zusätzlich durch neue Bodenverfüllungen zu belasten, da diese die dann auftretenden Kräfte nicht kompensieren könnte.

Die wasserseitigen SVB-Pfähle wurden bis auf das Niveau +4,50 m NN aufgestockt. Nachdem der Redlerkanal und die Silo-Sohlen konventionell hergestellt wurden, installierte F+Z die Gleitschalung. Anschließend wurden die Stahlbeton-Silozellen bis auf die Höhe von 44,60 m im Betongleitbauverfahren hochgezogen.

Die Dacheindeckung erfolgte mit Stahlbetonfertigteilsystemen. Laterne und Elevatorturm erstellte F+Z in verkleideter Stahlkonstruktion.

Diese Baumaßnahme erforderte nicht nur ein intelligentes Engineering, sondern auch den besonderen Einsatz unserer eigenen Spezialtiefbau- und Gleitschalungsabteilungen.

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