BilfingerKaianlagen

Cruise & Ferry Terminal, Ostseekai Kiel

Neubau Cruise & Ferry Terminal

Der Seehafen Kiel ist mit seiner strategisch günstigen Lage an der Ostsee in idealer Weise als Start oder Ziel für Kreuzfahrten in der Ostsee geeignet. Als einer der größten Passagierhäfen Deutschlands mit täglichen Verbindungen nach Schweden und Norwegen sowie verschiedenen regelmäßigen Verbindungen zu den baltischen Staaten hat Kiel langjährige Erfahrung im kundenfreundlichen Umgang mit Passagieren.

Bislang konnten an den vorhandenen Kaianlagen nur Schiffe bis maximal 270 m Länge anlegen. Ab 2007 sollen am neuen Cruise & Ferry Terminal in Kiel auch die größten Kreuzfahrtschiffe zum Passagierwechsel festmachen.

Als Betreiberin der Fähranleger hat die Seehafen Kiel GmbH & Co KG die Baumaßnahme für das neue Kreuzfahrtterminal im Herbst 2005 ausgeschrieben und beauftragt.
Seit Juli 2006 ist die F+Z Baugesellschaft mit der Ausführung für Los 1, Planung und Erstellung einer neuen Kaianlage für zwei Liegeplätze, beauftragt.

Nach einer Grundräumung im Bereich der Rammtrasse wurden Rohre der gemischten Spundwand von einem Stelzenponton aus einvibriert und nachgerammt. Zur Einhaltung der definierten Rohrabstände und Festlegung der Flucht wurde eine schwimmende Rammführung eingesetzt. Danach erfolgte das Einbringen der Füllbohlen per Vibrator.
Der Einbau der bis zu 46m langen Rüttelinjektionspfähle, als rückwärtige Verankerung der Hauptwand, erfolgte mithilfe eines Schwingmäklers von der Hubinsel „Annegret“ aus. Aufgrund des geringen Abstandes zur bestehenden Spundwandkonstruktion mussten die Schrägpfähle mit wechselnder Neigung und innerhalb geringer Toleranzen eingebaut werden.

Nach Abschluss der Rammarbeiten wurden die Weichschichten vor der Spundwand bis auf –15,0m NN abgebaggert und landseitig eingebaut. Daran anschließend wird in den Bereichen vor und hinter der Konstruktion eine Sandaufüllung mittels Hopperbagger eingebaut. Zur Verbesserung der Tragfähigkeitseigenschaften der Weichschichten werden Vertikaldränagen angeordnet. Vor der gesamten Uferwand wird anschließend eine Sohlsicherung eingebaut.

Die durchgeführten Arbeiten entsprechen den Vorgaben des Bauzeitenplanes. Eine Teilfertigstellung der Kaianlage ist für April 2007 vorgesehen. Die Arbeiten sollen planmäßig im Juli 2007 beendet sein.

Die vereinbarten Zwischentermine erforderten zeitparallel vier schwimmende Einheiten im Einsatz.

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